Verkohlt, Fritz-Pflaum-Hütte
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Verkohlte Schindeln im KarAußenperspektive des Studioentwurfs. Die dunkle Schindelfassade sitzt auf dem bestehenden Steinsockel. Die Fritz-Pflaum-Hütte liegt auf 1.865 Metern im Griesnerkar im Wilden Kaiser. In unserer Studioarbeit haben wir untersucht, wie sich die bestehende Selbstversorgerhütte umbauen und versorgen lässt. Ein Punktwolkenscan der Hütte und des umliegenden Kars bildete die Grundlage für Geländeanalysen und Entwurf.
Wir begannen mit dem Ablauf nach dem Aufstieg: Rucksack ablegen, Schuhe wechseln, nasse Kleidung aufhängen und am Ofen ankommen. Daraus entstand eine Raumfolge vom nassen Eingangsbereich über eine Zwischenzone bis zur trockenen Gaststube. Die Grundrisse ordnen diese Übergänge neu und erhalten den Ofen als Mittelpunkt.
Für die Schindelfassade untersuchten wir eine verkohlte Holzoberfläche und erprobten das Brennen an Brettern. Eine separate Technikinsel oberhalb der Hütte bündelt im Entwurf Photovoltaik und Regenwassersammlung. Leitungen verbinden sie mit dem Haus; die Lage wurde anhand der Verschattung durch die umliegenden Berge untersucht.
Die Arbeit entstand im Sommersemester 2026 im Dreierteam an der TU München in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich. Aus dieser Beschäftigung mit der Hütte ging anschließend meine Mitarbeit an der Entwurfsstudie für den DAV hervor.
Über das Projekt 
Die Lage im Griesnerkar 



Der Weg zur HütteAufnahmen von der Begehung im Griesnerkar. Felswände, Altschnee und Geröll zeigen die Bedingungen, unter denen Material und Ausrüstung zur Hütte gelangen. 
Hütte und Gelände im ModellDas Geländemodell zeigt die geringe Größe der Hütte gegenüber den umgebenden Felswänden. 
Nass, halbtrocken, trockenBlau steht für den Eingangsbereich, Gelb für die Übergangszone und Rot für die trockene Gaststube am Ofen. Die Skizze ordnet die Handlungen nach dem Aufstieg. 
Erdgeschoss: Wege im BestandDie roten Linien zeichnen die Bewegungen der Gäste durch den bestehenden Grundriss nach. 
Erdgeschoss: neue Raumfolge 
Obergeschoss: Schlafräume 
Längsschnitt durch die Hütte 
Ankommen am OfenInnenperspektive der Gaststube mit Holzoberflächen, sichtbarem Mauerwerk und dem zentralen Ofen. 
Aufbau des Anbaus 
Schindeldeckung 



Brennversuch an drei BretternDie Bilder folgen dem Versuch vom Aufbau über das Brennen bis zum Vergleich der Oberflächen. Die Bretter bilden einen Kamin, in dem die Flamme nach oben zieht. 
Besonnung am 21. DezemberDie Farbanalyse untersucht die Sonnenstunden im Kar. Blau markiert lange verschattete Bereiche; die Untersuchung unterstützt die Standortwahl für die Photovoltaik. 
Hütte und TechnikinselEine gemeinsame Trasse führt Wasser und Strom von der separaten Technikinsel zur Hütte. 
Aufbau der TechnikinselDie beweglichen PV-Flügel dienen im Studiokonzept zugleich als Regenfangfläche. Unter der Konstruktion sitzt der Speicher. 
Modell der Technikinsel 
WinteransichtDie Visualisierung zeigt die dunkle Schindelhülle vor dem verschneiten Gelände. - Jahr
- 2026
- Leitmotiv
- Bestand & Handwerk
- Mein Beitrag
- Studioentwurf im Dreierteam
- Ort
- Griesnerkar, Wilder Kaiser
- Kontext
- TU München, Professur für Digitale Fabrikation · in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich
- Betreuung
- Prof. Kathrin Dörfler, Lidia Atanasova, Tizian Rein, Prof. Daniela Mitterberger
- Team
- Anna Adam, Nils Wolfsgruber, Jonathan Wahl
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